Gruppenpsychotherapie

Immer wieder einmal wurde mir die Frage gestellt, ob ich nicht neben der Einzeltherapie auch Psychotherapie in der Gruppe anbieten wolle. Besonders häufig kam diese Bitte von Patienten und Klienten, die während einer stationären Psychotherapie sehr positive Erfahrungen mit dieser Form der Behandlung gemacht haben.

Die Gruppenpsychotherapie wurde ursprünglich in den USA entwickelt, als die Nachfrage nach Psychotherapie größer als das Angebot war. Damals war dieses Verfahren noch ein Experiment. Heute, Jahrzehnte nach der Einführung der ersten Therapiegruppen, wissen wir aus der Psychotherapieforschung, dass die Behandlung in der Gruppe sehr wirksam ist. Deshalb verbreiteten sich Gruppenangebote weltweit recht schnell und sind mittlerweile fester Bestandteil verschiedener stationärer und ambulanter Behandlungskonzepte.

 

Neu! Beginn im Januar 2018

Offene Trauergruppe




Wir alle machen im Leben die Erfahrung, dass uns ein geliebter Mensch verlässt. Das ist eine gemeinsame Erfahrung, die wir miteinander teilen. Obwohl Trauer etwas ist, dass uns verbindet, nehmen sich Trauernde oftmals zurück und möchten über ihre Trauer nicht sprechen. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben, die so individuell sind, wie der Trauernde selbst. Manchmal fühlen wir uns in unserer Trauer nicht verstanden, oder wir haben Angst, dass unser Umfeld nicht mit dem, was da in uns ist, umgehen kann.


In der offenen Trauergruppe wollen wir einen Raum schaffen, in dem wir den Schatz der gemeinsamen Erfahrung bergen können. Mit kreativen und vielseitigen Methoden wollen wir die Themen ansprechen, die Trauernde im Alltag beschäftigen und in einen lebendigen gegenseitigen Austausch kommen. So können wir die Erfahrung machen, dass wir mit unserer Trauer nicht allein sind und lernen, das wertzuschätzen, was uns bewegt – statt es beiseite zu schieben.


Richtet sich an: erwachsene Menschen, die ein Familienmitglied, eine/n gute/n Freund/in, einen Arbeitskollegen, einen geliebten Menschen ... verloren haben.


Ort: Praxis Berglehne 9, 58091 Hagen


Zeit: jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat von 19:00 – 20:30 Uhr


Kostenbeitrag: 25 € je Teilnehmer/in und Termin


Teilnehmerzahl: 6


Start: geplant 11.1.2018


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Achtsamkeitsbasierte Rückfallprävention bei Substanzabhängigkeit - MBRP-Programm




Substanzabhängigkeit, egal ob Alkohol, Medikamente oder illegale Drogen, hat meist unterschiedliche Ursachen. War die Substanz anfangs ein Freund, hat sie sich zum Feind entwickelt – zum Teil mit schwerwiegenden Folgen.


Das MBRP-Programm (Mindfulness Based Relapse Prevention) ist ein über viele Jahre entwickeltes und erprobtes Programm. Es richtet sich an Menschen mit Substanzabhängigkeit nach einer stationären oder ambulanten Therapie. Im Fokus steht das Einhalten der Therapieziele sowie eine Änderung des Lebensstils zur Förderung von Wohlergehen und Lebensfreude. Obwohl es sich auf den Grundlagen der kognitiven Verhaltenstherapie stützt, unterscheidet es sich durch eine gelebte Achtsamkeitspraxis von vielen anderen Therapieansätzen.


Menschen mit suchterzeugenden Denkfallen sollen Techniken der achtsamen Wahrnehmung erlernen, um Auslöser und automatisierte Reaktionsmuster zu erkennen und Zusammenhänge zu verstehen. Dadurch entsteht die Möglichkeit, innezuhalten, die gegenwärtige Erfahrung zu beobachten und ein größeres Spektrum verschiedener Handlungsalternativen, die uns in jeder Sekunde zur Verfügung stehen, achtsamer wahrzunehmen.


Da die einzelnen Bausteine des MBRP-Programms sinnvoll aufeinander aufbauen, handelt es sich um eine geschlossene Gruppe, so dass alle Teilnehmer/innen gleichzeitig mit dem Programm starten und es beenden. Die ersten drei Sitzungen konzentrieren sich auf das Einüben achtsamer Wahrnehmung und die Integration in den Alltag. Die danach folgenden drei Sitzungen stellen die Akzeptanz aller gegenwärtigen Wahrnehmungen und die Anwendung auf die Vorbeugung von Rückfällen in den Mittelpunkt. Sitzung 7 und 8 behandeln einen ausgewogenen Lebensstil, Selbstfürsorge und Rückfallprävention durch soziale Unterstützung.


Schwerpunkte der Sitzungen:
Sitzung 1: Autopilot und Rückfall
Sitzung 2: Achtsame Wahrnehmung von Auslösern und Suchtmittelverlangen
Sitzung 3: Achtsamkeit im Alltag
Sitzung 4: Achtsamkeit in Rückfallsituationen
Sitzung 5: Akzeptanz und bewusstes Verhalten
Sitzung 6: „Ein Gedanke ist ein Gedanke ist ein Gedanke“
Sitzung 7: Selbstfürsorge und ausgewogener Lebensstil
Sitzung 8: Soziale Unterstützung und weiteres Üben


Richtet sich an: erwachsene Menschen mit Substanzabhängigkeit nach einer stationären und ambulanten Behandlung zur langfristigen Einhaltung der Therapieziele


Ort: Praxis Berglehne 9, 58091 Hagen


Zeit: jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat von 19:00 – 20:30 (ggf. 21:00) Uhr


Kostenbeitrag: 30 € je Teilnehmer/in und Termin, inklusive Materialien


Teilnehmerzahl: 6


Start: 18.1.2018


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